Wednesday, July 1, 2015

HOLLYWOOD IS A WHITE INDUSTRY (de)


Bildquelle: Aurum translucent, Alex de Witte

Amerika befindet sich in einem Umbruch, der sich hoffentlich auch auf die Filmindustrie auswirkt. Laut einer Studie wird in etwas mehr als 30 Jahren nicht mal mehr jeder Zweite US-Amerikaner weißer Hautfarbe sein. Latinos, Afroamerikaner, Asiaten und weitere Gruppen machen dann die Mehrheit der amerikanischen Bevölkerung aus. Dass die Mehrheit nicht mehr weiß ist, davor haben konservative Hellhäutige schon lange Angst, doch in der Filmindustrie könnte es endlich zu einem Wendepunkt kommen. Die Filmproduktion eines Landes sollte ja schließlich die Interessen ihrer Bewohner widerspiegeln. Bei den Academy Awards dieses Jahres wurden meiner Meinung nach wirklich großartige Filme wie „Boyhood“ von Richard Linklater oder Wes Andersons „Grand Budapest Hotel“ gefeiert; bei der Hautfarbe hörte die Liebe der Juroren zum Film anscheinend auf. Mindestens genauso großartige Filme wie das Geschichtsdrama „Selma“ mit David Oyelowo (bester Hauptdarsteller) und Ava DuVernay (erste schwarze Regisseurin) wurden zwar nominiert, gingen aber leer aus. Mit einer Nominierung der beiden wich die Academy (gekonnt) einem Rassismusvorwurf aus. Wahrscheinlich war man noch zufrieden mit den spärlich ausgegeben Awards an Schwarze in den Jahren zuvor. Beispielsweise an die afroamerikanische Schauspielerin Octavia Spencer für ihre Rolle im Rassismusdrama „The Help“, indem sie ein schwarzes Kindermädchen spielt, das 17 Kinder von Weißen großzieht. Es stört mich, zu sehen wie wenig Rollen Afroamerikaner/innen bekommen, und wenn, dann handelt es sich um klischeehafte Parts einer/s Bediensteten. Spencer war im Jahre 2012 die sechste Afroamerikanische Schauspielerin die je einen Academy Award gewonnen hat. Bei Platz sechs müssen wir wohl alle schmunzeln. Den Anfang machte Hattie McDaniel, als sie für die Rolle der Haushälterin Mammy in „Vom Winde verweht“ als erste schwarze Frau einen Academy Award gewinnt. Das war 1941. Im Film dient Mammy ihr ganzes Leben der Familie O’Hara und deren Kindern. 74 Jahre später hat sich anscheinend nichts geändert. Afroamerikanerinnen werden noch im- mer als Bedienstete oder Sklaven in Hollywoodfilmen besetzt und bekommen ungerechterweise am meisten Applaus für solche Klischeerollen.
Ralph Ellison schrieb in seinem Ro- man „Der unsichtbare Mann“, dass es in Filmen weniger um Schwarze geht, sondern mehr darum, was Weiße über Schwarze denken. Aber ich glaube, es geht nicht nur darum wie viel Anerkennung schwarze Schauspieler/innen bekommen, sondern ob Hollywood im Allgemeinen „schwarz genug“ ist. Der Comedian Chris Rock sorgte für großes Aufsehen mit seinem Essay zum Thema „Hollywood is a white industry“ und trifft einen wunden Punkt in der Entertainment-Szene. Es müssen nicht nur mehr Schwarze auf die Leinwand sondern überhaupt in die gesamte Filmindustrie. Alle Leute, die etwas zu sagen ha- ben entscheiden sich logischerweise für dass, was ihnen selbst am nächsten liegt. Möchte man sich als, als Zuseher nicht in die Person im Film hineinversetzen? Ich glaube nicht, dass es einen Unterschied zwischen Schwarzen und Weißen Humor gibt, aber jeder sieht gerne seinesgleichen auf der Leinwand, das ist einfach so. Das Problem liegt also schon bei den Drehbuchautoren, den Regisseuren, den Casting Directors und noch vielen mehr. Würde man Afroamerikanern mehr zutrauen, würde sich das auch in der Besetzung der Filme spiegeln.
Vielleicht sollte man einfach bei den nächsten Academy Awards oder dem nächsten Vorsprechen in der letzten Reihe flüstern, dass es schade ist, wie wenig Aufmerksamkeit man als schwarze/r Schauspieler/in bekommt, und wie oft man sich mit einer Sklavenrolle zufrieden geben muss. Wie wir von Octavia Spencer in „The Help“ gelernt haben, beginnt Wandel bekanntlich mit einem Geflüster - in diesem Fall einem sehr lauten. 

AZZEDINE ALAÏA

Bonjour tiny LOC readers =)
I am the happiest girl in the world today - LOC is turning three (when did this happen?) and we are celebrating this with the launch of the new Azzedine Alaïa perfume that is available in the stores from today on. 

Flaconi and I teamed up to show you this new fragrance that quickly stole my heart. I have always been really picky when it comes to perfumes. I just had not found the perfect one, until now. You know that one scent that really describes you as a person and defines you? Oh well. I was so excited when I heard that Alaïa was introducing a fragrance because apparently he thought about this for ages. It was just meant to be. 
Alaïa simply has his own schedule, just like he doesn't even show during regular wear season (or every season), he took his time to create something beautiful, magical and timeless. To me, his attitude is truly inspiring. If something is not ready, then he doesn't show it. As simple as that. But his fragrance is finally ready, and so am I. 
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